Woher kommt unser Wasser?


Noch im Bus sahen die Fahrtteilnehmer die Brunnenanlagen der Fernwasserversorgung Mittelmain kurz vor Erlach am Rande des Spessarts. Fast am Ziel angekommen gab es dann eine kleine „Bergtour“ – die imposante Pumpstation für die Versorgung des Gebietes links des Mains liegt am Berghang hinauf auf die Spessarthöhen. Der Bus musste in Erlach im Maintal stehen bleiben, er hätte an der Pumpstation nicht wenden können. Oben angekommen, vorbei an einem modernen Hühnerstall, Schafgehege und Obstgärten, genossen die Berg-Wanderer gerne eine kleine Pause, bis die anderen, die nicht so gut zu Fuß waren, im Auto eines hilfsbereiten Betriebsingenieurs am Ziel ankamen.

Sehenswert war in der Kommandozentrale eine Schalttafel, an der sich der Weg und die Aufbereitungsstufen des Trinkwassers genau überwachen lässt. Ein kleinerer Anteil unseres Trinkwassers kommt übrigens bei Bedarf auch aus Erlach, mit der Zwischenstation auf dem Eckberg. Ansonsten kommt zu uns überwiegend Wasser aus sehr ergiebigen Brunnen im Bereich des unteren Lechtales bei Genderkingen, letztlich also Wasser aus den Alpen.

Mittags verbrachte die Gruppe in der malerischen Altstadt von Lohr, wo sie nicht nur viele Touristen, sondern ganz wunderbare Lokale und Cafes in reicher Auswahl vorfand.

Nach der wirklich empfehlenswerten Führung durch die malerische, mit Blumen reich geschmückte Märchenstadt (Tipp für einen Tagesausflug!) gings wieder in die Natur auf den Obsthof Stenger in Halsbach. Zwischen alten und jungen Obstanlagen gab es alle paar hundert Meter feine Obstwasser oder Liköre zum Verkosten.

Die Grundlage folgte dann später im Gasthaus „Dorfbrunnen“ mit feiner und doch bodenständiger Küche.

Noch mehr Info zur erlebnisreichen Fahrt gibt es am 21. November bei der Mitglieder- und Nominierungsversammlung der Unabhängigen Bürger Güntersleben.

Marianne Scheu-Helgert

In weinseliger Runde erkannten drei Ratsherren von Lohr in den 80er Jahren, dass in Lohr viele Elemente des Märchens „Schneewittchen“ zusammenkommen: Wald, Glastradition, Jagd, Äpfel, frühere Bergwerksarbeit durch Kinder (Zwerge) und vieles mehr. Sie erreichten zunächst ein Hinweis-Schild an der Autobahn. Endgültig berühmt wurde Lohr als Schneewittchen-Stadt mit einem über 100 000 Euro-Auftrag an einen Künstler zur Schaffung einer „nicht unbedingt gefälligen“ Figur. Diese fand übrigens nach heftigen Kontroversen keinen Platz in der Altstadt, sondern vor der neuen Stadthalle.

Aromenkonzentrate in ganz kleinen Gläsern gab es im Obsthof Stenger (das Gärtnerpaar steht halbrechts). Hinter Frau Stenger warten in zwei Körben noch mehr Proben. Im Hofladen gab es dann weitere Köstlichkeiten: Marmeladen, Eingelegtes und natürlich alle Früchte der Saison.