Haushalts- und Stellenplan 2021 der Gemeinde Güntersleben


Im Haushaltsplan 2021 sieht Fraktionssprecher Erich Weißenberger – zugleich Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses – gute Grundlagen, Günterslebens Attraktivität weiter zu steigern. Mittel für den Verwaltungshaushalt hält er für ausreichend bemessen. Somit erwartet er am Ende eine Zuführung zum Vermögenshaushalt, die wahrscheinlich wieder größer als im Ansatz sein könnte – das bedeutet wie in den Vorjahren einen gewissen Spielraum bei den Investitionen.

Allerdings lässt der Haushaltsansatz 136.000 € weniger Steuereinnahmen als in 2020 erwarten, hinzu kommen weniger Schlüsselzuweisungen in ähnlicher Höhe und noch ein etwas geringerer Betrag am Einkommensteueranteil für die Gemeinde. Überdies sind knapp 150.000 € mehr als in 2020 als Kreisumlage ans Landratsamt zu überweisen. Unsicher bleiben zudem zukünftige Auswirkungen der Coronakrise auf die Gemeindefinanzen. Vorgesehen ist wie im Vorjahr nochmals ein freiwilliger Zuschuss an die Kinderbetreuungseinrichtungen in Höhe von 190.000 €, zusätzlich zum ohnehin zu tragenden Gemeindeanteil.

Der Vermögenshaushalt in Höhe von 6,274 Mio. € liegt um 3,45 % höher als im Vorjahr und soll die geplanten Investitionen ermöglichen, z. B. für den Umbau der Mittagsbetreuung in einen Hort und für den Naturkindergarten. Weil die Zuschüsse dafür erst in den Folgejahren fließen, werden wohl erstmals seit 2014 auch wieder Kreditaufnahmen nötig werden. Um diese niedrig zu halten, forderte er alle Gemeinderäte dazu auf, bei allen wünschenswerten Investitionen immer auch den Finanzrahmen im Auge zu behalten. Vorrang hat Unumgängliches, wie z. B. die kostenintensiven Arbeiten im Untergrund der Straßenerneuerungen im Ortskern. Bekanntlich gibt es nur für Oberflächenarbeiten Zuschüsse aus der Städtebauförderung. Die Staatsregierung hat zwar Hausbesitzer von Straßenausbaubeiträgen befreit, bisher aber keinerlei Ausgleich für die Gemeinden geschaffen.

Für einen funktionsfähigen Bauhof wird es wichtig sein, bereits im laufenden Jahr und zur rechtzeitigen Einarbeitung Nachfolger für den bisherigen Leiter des Bauhofes einzustellen, der dann im Jahr 2022 in den Ruhestand treten wird.

Der Dank der UB-Fraktion für die Erstellung des Zahlenwerks gilt allen Beteiligten, insbesondere dem Kämmerer Jürgen Faulhaber.